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25. Februar 2009, 10:19 Kultur

Heisse Kunst auf kaltem Eis

Silvan Gertsch - St. Moritz - Weltexklusivität! Ein Kreis von 570 Personen genoss beim Art on Ice St. Moritz eine Show der Superlative. In exklusivem Ambiente durften die Popstars und die weltbesten Eiskunstläufer hautnah erlebt und bewundert werden. Die musikalische Begleitung der dritten Aufl...

Heisse Kunst auf kaltem Eis
St. Moritz - Weltexklusivität! Ein Kreis von 570 Personen genoss beim Art on Ice St. Moritz eine Show der Superlative. In exklusivem Ambiente durften die Popstars und die weltbesten Eiskunstläufer hautnah erlebt und bewundert werden. Die musikalische Begleitung der dritten Auflage
\"Voices - The Allstar Project
\" feat. Paul Young, Katrina & Nick van Eede (Cutting Crew) & Band begleiteten die besten Eiskunstläufer beim Tanz unter dem Sternenhimmel von St. Moritz mit unverwechselbarer Stimme und Musik. Zum ersten Mal bei Art on Ice in St. Moritz dabei, sorgte der zweifache Weltmeister und Publikumsliebling mit seiner Kür für Gänsehaut.

Von der Bobbahn zum Starcoiffeur Figaro

Vor der Eiskunstlaufgala am Abend standen attraktive Side-Events auf dem Programm. Das erste nervenzerreissende Abenteuer bot der Olympia Bob Run in St. Moritz-Celernia. Auch die Eisprinzessin Sarah Meier liess sich das atemberaubende Abenteuer, im 4er Bob die 1722 Meter lange Rennstrecke hinunter zu düsen, nicht entgehen. „Ich habe mich sehr auf diese Bobfahrt gefreut. Angst hatte ich keine, ich wusste, dass mir nichts passieren kann, wenn ich mich an die Anweisungen des Piloten halte. Schliesslich war ich auch schon einmal Fallschirmspringen. Klar, auch ich hatte vor der Abfahrt ein Kribbeln im Bauch, doch das gehört ja irgendwie auch dazu. Die Bobfahrt hat mir mega gefallen, “ so die begeisterte Bülacherin Sarah Meier.

Am früheren Nachmittag liessen sich einige der Künstler beim Kult Coiffure Figaro für den Abend stylen.„St. Moritz und das Engadin stehen für Glamour, Stil und elegante Sportlichkeit. Für den passenden Look pilgern Modebewusste mittlerweile von der ganzen Schweiz oder gar aus dem Ausland zu Figaro nach St. Moritz. Der Besuch bei uns soll für Kundschaft mit einem Verwöhnritual zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Haargenaue Schnitte, einfühlsame Farbgestaltung und brilliantes Styling sind die die Basis. Bei Figaro kommt das Verwöhnen von Körper und Seele dazu. Das einzigartige Wellness-Konzept bietet unseren Kunden modernste Shiatsu Wash Stühle, Bio Wärmekissen, Entspannungstees und Kopfmassagen“, so der Starcoiffeur Jürg Oschwald. Das eigenwillige Reich von Jürg Oschwald ist nicht einfach ein Friseursalon. Hier wird Kunst(handwerk) am Haar zelebriert.

Schönheit ist Natürlichkeit - Meier und Lambiel beim Starcoiffeur Figaro

Stéphane Lambiel und Sarah Meier liessen sich von der Starcoiffeuse während dem Haare Waschen mit einer Kopfmassage verwöhnen. „Ich geniesse es mich vom Coiffeur verwöhnen zu lassen“, so Stéphane Lambiel. Was bedeutet denn die Schönheit für unseren Eisprinzen? „Schönheit bedeutet für mich, natürlich zu sein und Vertrauen in sich selbst zu haben. Das Wichtigste ist, sich selbst zu sein. Schönheit kommt für mich von Innen“ so der zweifache Weltmeister. Er selber stehe nur wenige Minuten vor dem Spiegel: „Ich gönne mir eine Dusche, putze mir die Zähne und im Winter trockne ich mir zusätzlich die Haare, da ich mir keine Erkältung einfangen möchte.“ Auf die Frage für welche Anlässe er sich besonders schön macht sagte er bestimmt: „Ich liebe es, mich für das Eiskunstlaufen schön zu machen.“

Naomi Lang & Peter Tchernyshev, fünffache US-Eistanz-Meister.

Ähnlich sieht es auch Sarah Meier. „Schönheit ist subjektiv und variiert extrem zwischen den verschieden Personen. Für mich persönlich bedeutet Schönheit Aura, lachen, Lebensfreude und innere Ausstrahlung“.

Exklusives Spektakel auf dem St. Moritzersee

Dem erlesenen Zirkel von 570 Gästen wird einiges geboten: Die einzigartige Eis-Arena ist von Fackeln umgeben, eine grandiose Lichtshow sorgt auf dem Eis für ein wunderbares Farbenspiel. Besonders glücklich schätzen sich die Gäste, die ganz dicht am Eisfeld sitzen, da ihnen für einmal keine Bande die Sicht auf das Eisfeld verweigert. Dadurch entsteht eine spezielle Nähe zwischen den Akteuren und den Gästen.

Verantwortlich für den erhöhten Herzschlag ist der britische Pop-Barde Paul Young, der mit seinen Schmuseballaden den zweifachen Eiskunstlauf-Weltmeister Stéphane Lambiel begleitet. Lambiel glänzte mit einem Soloauftritt zu Tangomusik und legte anmutig seine Pirouetten aufs Eis. Sogar einen Vierfach-Sprung zog er für sein Publikum aus seinem Repertoire. Nachdem der Eisprinz seine Tango-Kür bei Wettkämpfen nicht mehr präsentieren kann, freut er sich umso mehr, an Galas sein Publikum zu verzaubern.

Seit Sarah Meier eine Cortisonspritze gegen die Schmerzen in der Hüfte erhalten hat, erlebt sie „ein Auf und Ab“, trainieren kann sie momentan nur reduziert. Dennoch ist Art on Ice kein Problem, sondern eine schöne Abwechslung in der schwierigen Zeit der Ungewissheit.

Die Party steigt im Zelt

Nach der Vorstellung schritt die Gästeschar ins anliegende VIP-Zelt, das auch beim Polo, dem Gourmet Festival und dem White Turf verwendet wird. Im extravagant und ausschweifend dekorierten Zelt herrschte ein grosses Gedränge, der Champagner floss in Strömen. In der Menge waren zahlreiche Prominente anzutreffen. Bei Preisen von 1250 Franken für ein Einzelticket inklusive Dinner, respektive von 12 000 Franken für einen Tisch für zehn Personen ist dies wenig erstaunlich. „Trotz Finanzkrise sind im Vorfeld alle 570 Tickets abgesetzt worden“, so CEO Oliver Höner.

Für den stolzen Preis kamen die Gäste nach dem Dinner in den Genuss eines Privatkonzertes von Paul Young, der zusammen mit der Amerikanerin Katrina Leskanich («Walking On Sunshine») und dem Briten Nick van Eede («Died in your Arms») eine Stunde lang die Gäste unterhielt. Der Funke sprang sofort auf die Menge über, die begeistert das Tanzbein zu den weltbekannten Melodien schwang. Anschliessend ging die Party im Zelt zu den elektronischen Klängen eines Discjockeys bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Text: Christina Uebelhart

Fotos: Matthias Uebelhart

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