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22. Juli 2011, 18:53 Kultur

Alvin Ailey American Dance Theater

Mirjam Rohrbach - Die Company überzeugt mit Können, Leidenschaft und einer gehörigen Portion Groove und präsentierte neue sowie traditionsreiche Choreographien mit unbändiger Freude am Tanz.

Alvin Ailey American Dance Theater
Die Alvin Ailey Truppe besteht aus nur wenigen Tänzern, welche schon nur mit ihrer Fitness, ein Publikum für den Abend zu unterhalten, beeindrucken. Eröffnet wurde der dreiteilige Darbietung mit einem Feinfühligen Solo und es war von Anfang an klar, wie hervorragend die Tänzer an der Alvin Ailey Academy ausgebildet werde. Technisch nahezu perfekt, mit Stärke und Ausdruck und doch mit einer Leichtigkeit, als hüpften sie einfach vor Freude.Es folgten „Love Stories“, ein Stück, welche mit bunten Kostümen und modernem Pop und Reggea aufwartete. Die Choreographien waren ein ebenso bunter Mix aus Ballett, Jazz, afrikanischem Tanz, Old School und Ragga. Beeindruckend war das Flair der Balletttänzer für diese lockeren Moves, obwohl eine gewisse Steifheit und Fremdheit doch zu spüren blieb.

Nach der ersten Pause folgte etwas ganz anderes. Auf das artistisches Modern-Solo „Takademe“. choreographiert vom jetzigen Artistic Director Robert Battle, folgte „The Hunt“. Getanzt nur von Männern in wehenden Röcken, wurde eine Choreographie mit so viel Kraft, Instinkt und Rhythmus gezeigt, dass das Publikum nur noch toben konnte.

Der erste und zweite Teil der Vorstellung werden im Theater Elf abwechselnd mit dem Alternativprogramm „Night Creature“ und "In/Side" im ersten, sowie „Anointed“ im zweiten Teil gezeigt.

An allen Abenden ist im dritten Teil aber das Meisterwerk des Gründers Alvin Ailey zu sehen: „Revelations“. Und wer es gesehen hat, weiss warum es absolut ein Muss ist! Es ist eine Choreographie aus dem Jahre 1960, welche bis heute nicht das Mindeste ihrer Relevanz, Aktualität und Ausstrahlung verloren hat. Ein Meisterwerk des Modern Dance! Ailey interpretierte dabei die Gospelsongs seiner Kindheit, wie „Fix me Jesus“ in einem ergreifenden Pas de Deux, „Wading in the Water „ mit einer simplen und doch umwerfenden Inszenierung und schliesslich „Rock my Soul in the Bottom of Abraham“ als fulminantes Finale. Gerade dieser Letzt Teil sprüht vor Leben, Dankbarkeit und Freude und die Spiritualität des Choreographen und die Liebe zum Tanz der Tänzer wird förmlich greifbar!

Nach einer gelungenen Premiere ist das Alvin Ailey American Dance Theater noch bis am 31. Juli im Zürcher Theater 11 zu sehen. Ein Genuss nicht nur für Tänzer und Tanzbegeisterte. Don’t miss it!

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