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23. Dezember 2012, 22:03 Kultur Movie

Kino: Die Vermessung der Welt

- Der Film "Die Vermessung der Welt", basierend auf dem Roman von Daniel Kehlmann, begleitet die beiden Wissenschaftler Carl Friedrich Gauss und Alexander von Humboldt bei ihren Entdeckungen.

Kino: Die Vermessung der Welt
Wir befinden uns anfangs des 19. Jahrhunderts. Es ist die Zeit der Entdecker, Tüftler und Wissenschaftler. Zwei davon stammen aus Deutschland und werden im Film "Die Vermessung der Welt" portraitiert.

Auf der einen Seite steht Carl Friedrich Gauss (Florian David Fitz); ein ausgegrenzter Schuljunge aus ärmlichen Verhältnissen der eine enorme Begabung für Mathematik hat. Diese wird von seinem Lehrer entdeckt und er erhält ein Stipendium vom Herzog von Braunschweig.

Gauss ist ein Theoretiker. Er brütet stundenlang über seinen Berechnungen und Erkenntnissen. Sein Lebensziel ist es, sein mathematisches Wissen in Form eines Buches zu verewigen und der Menschheit damit einen Schritt weiter zu helfen. Doch niemand weiss es sein Talent so richtig schätzen, denn keiner versteht, was er genau aussagen möchte mit seinen Formeln. Trotz Frau und Kinder fühlt er sich nie wirklich in der Gesellschaft integriert.

Auf der anderen Seite ist Alexander von Humboldt (Albrecht Abraham Schuch). Man kann ihn als das Gegenteil von Gauss bezeichnen: Aufgewachsen in reichem Hause fühlt er sich eingeengt und dem Bruder Wilhelm gegenüber benachteiligt. Mit dem Erbe seiner Mutter macht er sich mit seinem Kollegen Aimé Bonpland (Jérémy Kapone) auf den Weg, um die Welt zu erkunden.

Die beiden Naturwissenschaftler erkunden gemeinsam fremde Länder, Kulturen und Sitten, Tiere und Pflanzen. Humboldt saugt jede neue Erkenntnis in sich auf, will alles festhalten, was abweicht von dem, das er von zuhause kennt.

Gegen Ende des Filmes kommt es zu einem Treffen der beiden Wissenschaftler und sie merken, dass sie wohl doch nicht so alleine sind, wie sie gemeint haben.

Gewöhnungsbedürftig, aber mit guten Momenten

Am Anfang muss man mit dem Film warm werden. Das Jahrhundert ist ein anderes, die Erzählweise speziell und die Farbigkeit eine ganz eigene. Der Film bietet dem Zuschauer immer wieder Momente zum Lachen an, behält dabei aber seine Eigenheit.

Im Wechselspiel werden die Biografien von Gauss und Humboldt gezeigt. Der Switch zwischen Deutschland und dem Urwald geschieht im 5-Minuten-Takt, so kommt es einem jedenfalls vor. Ein Aspekt, den man als abwechslungsreiche Erzählform ansehen könnte, es allerdings nicht ist.
Der Zuschauer kann sich nicht auf einen Wissenschaftler mal ein bisschen länger einlassen, er kommt nicht dazu, in die Biografie einzutauchen. Gleichzeitig wird so den Schauspielern die Gelegenheit genommen, ihr ganzes Können zu zeigen und ihrerseits eine Geschichte zu erzählen.

Alles in Allem ein spezieller und noch nicht dagewesener Film mit einigen Stärken - aber eben auch gewissen Schwächen.

Bewertung: 2.5 von 5


Fotos: http://www.warnerbros.de/dievermessungderwelt

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